Mitarbeiter kündigen – Kostenlose Vorlage für Arbeitgeber

Sehr geehrte(r) [Name des Arbeitnehmers / der Arbeitnehmerin],

hiermit kündigen wir das zwischen Ihnen und [Firmenname] bestehende Arbeitsverhältnis ordentlich und fristgemäß gemäß § 622 BGB zum [Datum].

Wir stellen Sie unter Anrechnung Ihres noch verbleibenden Resturlaubs ab sofort und bis zum Ablauf der Kündigungsfrist von der Arbeit frei.

Wir bitten Sie, alle Arbeitsmittel, Firmeneigentum sowie betriebliche Unterlagen bis zu Ihrem letzten Arbeitstag zurückzugeben.

Wir bedanken uns für Ihre geleistete Arbeit und wünschen Ihnen für Ihren weiteren beruflichen Weg alles Gute.

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Mitarbeiter kündigen – Musterbrief für Arbeitgeber

Mit dieser kostenlosen Vorlage kündigen Sie das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters ordentlich und fristgemäß. Das Muster entspricht den Anforderungen an eine schriftliche Kündigung des Arbeitgebers gemäß § 622 BGB und kann nach Anpassung der Fristen und Personalien sofort verwendet werden.

Wann gilt der Kündigungsschutz?

Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) gilt, wenn im Betrieb mehr als 10 Mitarbeiter (Vollzeit) beschäftigt sind und das Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate besteht. In diesem Fall muss die Kündigung sozial gerechtfertigt sein – also personenbedingt, verhaltensbedingt oder betriebsbedingt. Teilzeitbeschäftigte zählen anteilig: bis 20 Std./Woche mit 0,5; bis 30 Std./Woche mit 0,75.

Gesetzliche Kündigungsfristen (§ 622 BGB)

BeschäftigungsdauerKündigungsfrist
Probezeit (max. 6 Monate)2 Wochen, jederzeit
bis 2 Jahre4 Wochen zum 15. oder Monatsende
2 Jahre1 Monat zum Monatsende
5 Jahre2 Monate zum Monatsende
8 Jahre3 Monate zum Monatsende
10 Jahre4 Monate zum Monatsende
12 Jahre5 Monate zum Monatsende
15 Jahre6 Monate zum Monatsende
20 Jahre7 Monate zum Monatsende

Tarifverträge und Einzelarbeitsverträge können abweichende Fristen enthalten, soweit gesetzliche Mindestfristen gewahrt bleiben.

Betriebsrat anhören (§ 102 BetrVG)

Besteht im Betrieb ein Betriebsrat, muss dieser vor jeder Kündigung angehört werden (§ 102 BetrVG). Der Arbeitgeber muss dem Betriebsrat alle entscheidungserheblichen Informationen mitteilen. Bei der ordentlichen Kündigung hat der Betriebsrat 1 Woche Zeit zur Stellungnahme. Eine Kündigung ohne vorherige Anhörung ist unwirksam.

Sozialauswahl bei betriebsbedingter Kündigung

Müssen bei betriebsbedingten Kündigungen mehrere vergleichbare Mitarbeiter ausgewählt werden, ist eine Sozialauswahl nach § 1 Abs. 3 KSchG durchzuführen. Kriterien sind: Betriebszugehörigkeit, Lebensalter, Unterhaltspflichten und Schwerbehinderung. Eine fehlerhafte Sozialauswahl macht die Kündigung anfechtbar.

Häufige Fragen

Muss eine ordentliche Kündigung begründet werden?

Nicht immer. Gilt das KSchG (mehr als 10 Mitarbeiter, mehr als 6 Monate Betriebszugehörigkeit), muss die Kündigung sozial gerechtfertigt sein. In der Probezeit oder in Kleinstbetrieben ohne KSchG-Schutz ist keine Begründung erforderlich.

Muss die Kündigung schriftlich erfolgen?

Ja. § 623 BGB schreibt die Schriftform zwingend vor. Eine mündliche oder per E-Mail ausgesprochene Kündigung ist unwirksam. Das Schreiben muss eigenhändig unterschrieben und dem Arbeitnehmer persönlich ausgehändigt oder per Einschreiben zugestellt werden.

Was passiert mit dem Resturlaub?

Bestehende Urlaubsansprüche sind während der Kündigungsfrist vorrangig in natura zu gewähren. Die Freistellungsklausel im Muster deckt diesen Punkt ab; verbleibende Ansprüche sind am letzten Arbeitstag auszuzahlen.

Gilt auch für

Von der Briefwechsel-Redaktion, zuletzt geprüft Mai 2026.

Die Musterschreiben dienen als Formulierungshilfe. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen und Adressen. Die Schreiben sind insbesondere auch allgemeiner Art und stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Zur Lösung von konkreten Rechtsfällen konsultieren Sie bitte einen Rechtsanwalt.